Anlage 4 DüV

(zu § 4 Absatz 1 und 2)Ermittlung des Stickstoffdüngebedarfs

(Fundstelle: BGBl. I 2017, 1326 - 1333)Tabelle 1 Düngebedarfsermittlung für Acker- und GemüsebauFaktoren für die Düngebedarfsermittlunganzuwendende Tabelle/Vorschrift 1.KulturTabelle 2 oder 4 2.Stickstoffbedarfswert in kg N/haTabelle 2 oder 4 3.Ertragsniveau laut Tabelle mit Stickstoffbedarfswerten in dt/haTabelle 2 oder 4 4.Ertragsniveau grundsätzlich im Durchschnitt der letzten drei Jahre in dt/haTabelle 3 oder 5 5.Ertragsdifferenz in dt/ha ausZeilen 3 und 4Zu- und Abschläge in kg N/ha für 6.im Boden verfügbare Stickstoffmenge (Nmin)§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 3 und Absatz 4 7.ErtragsdifferenzZeile 5, Tabelle 3 oder 5 8.Stickstoffnachlieferung aus dem BodenvorratTabelle 6 9.Stickstoffnachlieferung aus der organischen Düngung der Vorjahre§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 510.Vorfrucht bzw. Vorkultur (Ackerbau/Gemüse)Tabelle 7 oder 4 Spalte 511.Zuschlag bei Abdeckung mit Folie oder Vlies zur Ernteverfrühung§ 4 Absatz 1 Satz 2 Nummer 212.Stickstoffdüngebedarf während der Vegetation in kg N/haSumme der Werte der Zeilen 2, 6, 7, 8, 9, 10 und 1113.Zuschläge auf Grund nachträglich eintretender Umstände, insbesondere Bestandsentwicklung oder Witterungsereignisse§ 3 Absatz 3 Satz 3 und 4Tabelle 2 Stickstoffbedarfswerte für landwirtschaftliche Ackerkulturen in Abhängigkeit vom Ertragsniveau

Vorbemerkungen und Hinweise:

1.
Der Stickstoffbedarfswert entspricht dem Nährstoffbedarf an Stickstoff während einer Anbauperiode.

2.
Die Stickstoffbedarfswerte in der Tabelle beziehen sich auf das angegebene Ertragsniveau und die zu Vegetationsbeginn in der Regel aus 0 bis 90 cm Bodentiefe zu ermittelnde verfügbare Stickstoffmenge (Nmin).KulturErtragsniveau in dt/haStickstoffbedarfswert in kg N/haWinterraps 40200Winterweizen A, B 80230Winterweizen C 80210Winterweizen E 80260Hartweizen 55200Wintergerste 70180Winterroggen 70170Wintertriticale 70190Sommergerste 50140Hafer 55130Körnermais 90200Silomais450200Zuckerrübe650170Kartoffel450180Frühkartoffel400220Sonnenblume 30120Öllein 20100Tabelle 3 Zu- und Abschläge auf Grund von abweichendem Ertragsniveau bei Ackerkulturen

Vorbemerkungen und Hinweise:

1.
Die Ertragsdifferenz ist die Differenz zwischen dem Ertragsniveau nach Tabelle 2 und dem tatsächlichen Ertragsniveau im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, in den nach § 13a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 durch Rechtsverordnung ausgewiesenen Gebieten sowie in den nach § 13a Absatz 4 festgelegten Gebieten im Durchschnitt der Jahre 2015 bis einschließlich 2019. Weicht das tatsächliche Ertragsniveau in einem der letzten fünf Jahre, in den nach § 13a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 durch Rechtsverordnung ausgewiesenen Gebieten sowie in den nach § 13a Absatz 4 festgelegten Gebieten in einem der Jahre 2015 bis einschließlich 2019, um mehr als 20 % vom Ertragsniveau des jeweils vorangegangenen Jahres ab, kann statt des tatsächlichen Ertragsniveaus, das im Jahr der Abweichung erreicht wurde, das Ertragsniveau des jeweils vorangegangenen Jahres für die Ermittlung der Ertragsdifferenz herangezogen werden.

2.
Zu- und Abschläge richten sich grundsätzlich nach der jeweiligen Ertragsdifferenz entsprechend den Vorgaben der Spalten 3 und 4. Abweichend hiervon sind bei höherem Ertragsniveau Zuschläge von mehr als 40 kg N/ha zulässig, wenn die nach Landesrecht zuständige Stelle dies genehmigt hat. Geringere Ertragsdifferenzen können anteilig berücksichtigt werden.1234KulturErtragsdifferenz in dt/haHöchstzuschläge bei höheren Erträgen in kg N/ha je Einheit nach Spalte 2Mindestabschläge bei niedrigeren Erträgen in kg N/ha je Einheit nach Spalte 2Raps  51015Getreide und Körnermais 101015Silomais 501015Zuckerrüben1001015Kartoffel 501010Tabelle 4 Stickstoffbedarfswerte für Gemüsekulturen und Erdbeeren in Abhängigkeit vom Ertragsniveau; Stickstoffnachlieferung aus Ernteresten der Vorkultur für die Folgekultur im gleichen Jahr

Vorbemerkungen und Hinweise:

1.
Der Stickstoffbedarfswert entspricht dem Nährstoffbedarf an Stickstoff während einer Anbauperiode.

2.
Die Stickstoffbedarfswerte in der Tabelle beziehen sich auf das angegebene Ertragsniveau und die zu ermittelnde verfügbare Stickstoffmenge (Nmin) in der Probenahmetiefe nach Spalte 4.

3.
Bei Abfuhr der ganzen Pflanze (zum Beispiel bei maschineller Porreeernte) sind keine Abschläge nach Spalte 5 vorzunehmen.

4.
Wird die Untersuchung des Stickstoff-Vorrats (Nmin) des Bodens frühestens vier Wochen nach der Einarbeitung der Erntereste der Vorkultur durchgeführt, dürfen die Abschläge nach Spalte 5 um bis zu zwei Drittel verringert werden.

5.
Die Ermittlung der verfügbaren Stickstoffmenge im Boden ist abweichend von § 4 Absatz 4 bei den in Spalte 3 mit „*“ gekennzeichneten Kulturen in der 4. Kulturwoche und bei den in Spalte 3 mit „**“ gekennzeichneten Kulturen in der 6. Kulturwoche durchzuführen.12345KulturErtrags-niveauStickstoff- bedarfswertProbe- nahmetiefeAbschläge auf Grund der Stickstoffnachlieferung aus den Ernteresten für die Folgekulturin dt/hain kg N/hain cmin kg N/haBlumenkohl3503006080Brokkoli15031060100Buschbohnen1201106045Chicoréerüben450135*9040Chinakohl7002106045Dill, Frischmarkt20085305Dill, Industrieware2501053025Erdbeeren, Pflanzung0600 – 300Erdbeeren, Frühjahr140600 – 300Erdbeeren, nach Ernte140600 – 300Feldsalat8085155Feldsalat, großblättrig130110155Gemüseerbse80856065Grünkohl4002006035Gurke, Einleger8002103050Knollenfenchel4002006045Kohlrabi4502303030Kürbis4001406050Mairüben (mit Laub)6501703015Möhren, Bund-600115*6010Möhren, Industrie900165**9045Möhren, Wasch-700125**6030Pastinake400140*6050Petersilie, Blatt-, bis 1. Schnitt240160*6010Petersilie, Blatt-, nach einem Schnitt1601006010Petersilie, Wurzel-400130**6045Porree6002506055Radies300110305Rettich, Bund-5001403010Rettich, deutsch5501756030Rettich, japanisch1 0002306045Rhabarber 1. Standjahr013030Rhabarber 2. Standjahr Austrieb10010030Rhabarber 3. Standjahr Austrieb20012060Rhabarber ab 4. Standjahr Austrieb35014060Rhabarber 2. Standjahr nach Ernte15060Rhabarber 3. Standjahr nach Ernte17090Rhabarber ab 4. Standjahr nach Ernte14090Rosenkohl25031090130Rote Rüben6002506050Rotkohl6002606060Rucola, Feinware1751503020Rucola, Grobware3002103020Salate, Baby Leaf Lettuce14090300Salate, Blatt-, grün (Lollo, Eichblatt, Krul)3501303010Salate, Blatt-, rot (Lollo, Eichblatt, Krul)3001153010Salate, Eissalat6001753015Salate, Endivien, Frisée3501506015Salate, Endivien, glattblättrig6001906020Salate, Kopfsalat5001503010Salate, Radicchio2801406030Salate, verschiedene Arten4501503010Salate, Romana4501406010Salate, Romana Herzen3001503015Salate, Zuckerhut6001906020Schnittlauch, gesät, bis 1. Schnitt300210**6010Schnittlauch, gesät, nach einem Schnitt2001806025Schnittlauch, Anbau für Treiberei280240**6055Schwarzwurzel20075**9025Sellerie, Bund-6002053010Sellerie, Knollen-6502206040Sellerie, Stangen-5002303040Spargel 1. Standjahr014060Spargel 2. Standjahr2016090Spargel 3. Standjahr8016090Spargel ab 4. Standjahr1008090Spinat, Blatt-, FM, Baby1001003010Spinat, Blatt-, Standard2501903030Spinat, Hack, Standard3002053030Stangenbohne, Standard2501006070Teltower Rübchen (Herbstanbau)1501106030Weißkohl, Frischmarkt7002606075Weißkohl, Industrie1 0003209075Wirsing4002856080Zucchini6502506085Zuckermais2001609060Zwiebel, Bund-680210*3015Zwiebel, Trocken-600155**6030Tabelle 5 Zu- und Abschläge auf Grund von abweichendem Ertragsniveau bei Gemüsekulturen

Vorbemerkungen und Hinweise: Die Ertragsdifferenz ist die Differenz zwischen dem Ertragsniveau nach Tabelle 4 und dem tatsächlichen Ertragsniveau im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, in den nach § 13a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 durch Rechtsverordnung ausgewiesenen Gebieten sowie in den nach § 13a Absatz 4 festgelegten Gebieten im Durchschnitt der Jahre 2015 bis einschließlich 2019. Weicht das tatsächliche Ertragsniveau in einem der letzten fünf Jahre, in den nach § 13a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 durch Rechtsverordnung ausgewiesenen Gebieten sowie in den nach § 13a Absatz 4 festgelegten Gebieten in einem der Jahre 2015 bis einschließlich 2019, um mehr als 20 % vom Ertragsniveau des jeweils vorangegangenen Jahres ab, kann statt des tatsächlichen Ertragsniveaus, das im Jahr der Abweichung erreicht wurde, das Ertragsniveau des jeweils vorangegangenen Jahres für die Ermittlung der Ertragsdifferenz herangezogen werden.1234KulturErtragsdifferenz in ProzentZuschläge bei höheren Erträgen in kg N/ha je Einheit nach Spalte 2Abschläge bei niedrigeren Erträgen in kg N/ha je Einheit nach Spalte 2Einlegegurken204040Knollensellerie204040Kopfkohl204040Porree204040Rettich204040Rosenkohl204040alle anderen in Tabelle 4 aufgeführten Kulturen202020Tabelle 6 Abschläge auf Grund der Stickstoffnachlieferung aus dem Bodenvorrat

Vorbemerkungen und Hinweise: Bei stark humosem Boden muss ein Abschlag nach Spalte 2 vorgenommen werden.12Humusgehalt in %Mindestabschlag in kg N/hagrößer 4,0 (humos)20Tabelle 7 Abschläge in Abhängigkeit von Vor- und ZwischenfrüchtenVorfrucht (Hauptfrucht des Vorjahres)Mindestabschlag in kg N/haGrünland, Dauerbrache, Luzerne, Klee, Kleegras, Rotationsbrache mit Leguminosen20Rotationsbrache ohne Leguminosen, Zuckerrüben ohne Blattbergung10Raps, Körnerleguminosen, Kohlgemüse10Feldgras10Getreide (mit und ohne Stroh), Silomais, Körnermais, Kartoffel, Gemüse ohne Kohlarten 0ZwischenfruchtNichtleguminosen, abgefroren 0Nichtleguminosen, nicht abgefroren– im Frühjahr eingearbeitet20– im Herbst eingearbeitet 0Leguminosen, abgefroren10Leguminosen, nicht abgefroren– im Frühjahr eingearbeitet40– im Herbst eingearbeitet10Futterleguminosen mit Nutzung10andere Zwischenfrüchte mit Nutzung 0Tabelle 8 Düngebedarfsermittlung für Grünland, Dauergrünland und mehrschnittigen FeldfutterbauFaktoren für die Düngebedarfsermittlunganzuwendende Tabelle 1.Kultur (Grünland, Dauergrünland, mehrschnittiges Feldfutter)Tabelle 9 2.Stickstoffbedarfswert in kg N/haTabelle 9 3.Ertragsniveau laut Stickstoffbedarfswerttabelle in dt TM/haTabelle 9 4.Gegebenenfalls Rohproteingehalt laut Stickstoffbedarfswerttabelle in % RP i. d. TMTabelle 9 5.Ertragsniveau grundsätzlich im Durchschnitt der letzten drei Jahre in dt TM/haTabelle 10 6.Gegebenenfalls Rohproteingehalt grundsätzlich im Durchschnitt der letzten drei Jahre in % RP i. d. TM, soweit Werte vorliegenTabelle 10 7.Ertragsdifferenz in dt/ha ausZeilen 3 und 5 8.Gegebenenfalls Rohproteindifferenz in % RP i. d. TM ausZeilen 4 und 6Zu- und Abschläge in kg N/ha für 9.Stickstoffnachlieferung aus der organischen Düngung der Vorjahre§ 4 Absatz 2 Satz 2 Nummer 410.ErtragsdifferenzZeile 7, Tabelle 1011.Gegebenenfalls RohproteindifferenzZeile 8, Tabelle 1012.Stickstoffnachlieferung aus dem BodenvorratTabelle 1113.Stickstoffnachlieferung aus der Stickstoffbindung von LeguminosenTabelle 1214.Stickstoffdüngebedarf während der Vegetation in kg N/haSumme der Werte der Zeilen 2, 9, 10 bzw. 11, 12 und 1315.Zuschläge auf Grund nachträglich eintretender Umstände, insbesondere Bestandsentwicklung oder Witterungsereignisse§ 3 Absatz 3 Satz 3 und 4Tabelle 9 Stickstoffbedarfswerte bei Grünland, Dauergrünland und mehrschnittigem Feldfutterbau

Vorbemerkungen und Hinweise:

1.
Im Falle von „Weide intensiv“ gelten die angegebenen Werte für Grünland- oder Dauergrünlandstandorte mit einer 4- bis 5-fachen Nutzung; die Stickstoffrückführung aus Weideexkrementen ist berücksichtigt.

2.
Im Falle von „Weide extensiv“ gelten die angegebenen Werte für Grünland- oder Dauergrünlandstandorte mit einer 2- bis 3-fachen Nutzung und die Stickstoffrückführung aus Weideexkrementen ist berücksichtigt.

3.
Im Falle von „Ackergras (3 – 4 Schnitte/Jahr)“ gelten die angegebenen Werte für zeitweise trockene Standorte.Ertragsniveau (Netto)Rohproteingehalt (% RP: 6,25 = kg N/dt Trockenmasse (TM))Stickstoff- bedarfswertin dt TM/hain % RP i. d. TMin kg N/haGrünland/Dauergrünland1-Schnittnutzung 40 8,6 552-Schnittnutzung 5511,41003-Schnittnutzung 8015,01904-Schnittnutzung 9017,02455-Schnittnutzung11017,53106-Schnittnutzung12018,2350Weide/MähweideWeide intensiv 9018,0130Mähweiden, 60 % Weideanteil 9417,6190Mähweiden, 20 % Weideanteil 9817,2245Weide extensiv 6512,5 65mehrschnittiger FeldfutterbauAckergras (5 Schnitte/Jahr)15016,6400Ackergras (3 – 4 Schnitte/Jahr)12016,2310Klee-/Luzernegras(3 – 4 Schnitte/Jahr)12018,2350Rotklee-/Luzerne in Reinkultur11020,5360Tabelle 10 Zu- und Abschläge auf Grund von abweichendem Ertragsniveau oder Rohproteingehalt

Vorbemerkungen und Hinweise:

1.
Die Ertragsdifferenz ist die Differenz zwischen dem Ertragsniveau nach Tabelle 9 und dem tatsächlichen Ertragsniveau im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, in den nach § 13a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 durch Rechtsverordnung ausgewiesenen Gebieten sowie in den nach § 13a Absatz 4 festgelegten Gebieten im Durchschnitt der Jahre 2015 bis einschließlich 2019. Weicht das tatsächliche Ertragsniveau in einem der letzten fünf Jahre, in den nach § 13a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 durch Rechtsverordnung ausgewiesenen Gebieten sowie in den nach § 13a Absatz 4 festgelegten Gebieten in einem der Jahre 2015 bis einschließlich 2019, um mehr als 20 % vom Ertragsniveau des jeweils vorangegangenen Jahres ab, kann statt des tatsächlichen Ertragsniveaus, das im Jahr der Abweichung erreicht wurde, das Ertragsniveau des jeweils vorangegangenen Jahres für die Ermittlung der Ertragsdifferenz herangezogen werden.

2.
Die Rohproteindifferenz ist die Differenz zwischen dem Rohproteingehalt nach Tabelle 9 und dem tatsächlichen Rohproteingehalt im Durchschnitt der letzten fünf Jahre, in den nach § 13a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 durch Rechtsverordnung ausgewiesenen Gebieten sowie in den nach § 13a Absatz 4 festgelegten Gebieten im Durchschnitt der Jahre 2015 bis einschließlich 2019. Sie ist nur dann zu ermitteln, wenn im Betrieb Untersuchungsergebnisse vorliegen. Weicht der tatsächliche Rohproteingehalt in einem der letzten fünf Jahre, in den nach § 13a Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 durch Rechtsverordnung ausgewiesenen Gebieten sowie in den nach § 13a Absatz 4 festgelegten Gebieten in einem der Jahre 2015 bis einschließlich 2019, um mehr als 20 % vom Rohproteingehalt des jeweils vorangegangenen Jahres ab, kann statt des tatsächlichen Rohproteingehalts, der im Jahr der Abweichung erreicht wurde, der Rohproteingehalt des jeweils vorangegangenen Jahres für die Ermittlung der Rohproteindifferenz herangezogen werden.

3.
Zu- und Abschläge richten sich nach der jeweiligen Differenz entsprechend den Vorgaben der Spalten 2 und 3.

4.
Im Falle von „Ackergras (3 – 4 Schnitte/Jahr)“ gelten die angegebenen Werte für zeitweise trockene Standorte.123Zu- oder Abschläge in kg N/haje 10 dt TM/ha Ertragsdifferenzje 1 % Rohprotein in der TM RohproteindifferenzGrünland/Dauergrünland1-Schnittnutzung14 62-Schnittnutzung18 93-Schnittnutzung24134-Schnittnutzung27145-Schnittnutzung28186-Schnittnutzung2919Weide/MähweideWeide intensiv15 8Mähweiden, 60 % Weideanteil2011Mähweiden, 20 % Weideanteil2514Weide extensiv10 5mehrschnittiges FeldfutterAckergras (5 Schnitte/Jahr)2724Ackergras (3 – 4 Schnitte/Jahr)2619Klee-/Luzernegras(3 – 4 Schnitte/Jahr)mit einem Grasanteil > 50 %2919Tabelle 11 Abschläge für Stickstoffnachlieferung aus dem BodenvorratMindestabschläge in kg N/haGrünland/Dauergrünlandsehr schwach bis stark humose Grünland- oder Dauergrünlandböden (weniger als 8 % organische Substanz)10stark bis sehr stark humose Grünland- oder Dauergrünlandböden(8 % bis weniger als 15 % organische Substanz)30anmoorige Grünland- oder Dauergrünlandböden(15 % bis weniger als 30 % organische Substanz)50Moorböden (30 % und mehr organische Substanz)Hochmoor50Niedermoor80mehrschnittiger FeldfutterbauAckergras (ohne Leguminosen) 0Tabelle 12 Abschläge für Stickstoffnachlieferung aus der Stickstoffbindung von LeguminosenMindestabschläge in kg N/haLeguminosen im Grünland/DauergrünlandErtragsanteil von Leguminosen 5 bis 10 % 20Ertragsanteil von Leguminosen größer 10 bis 20 % 40Ertragsanteil von Leguminosen größer 20 % 60Leguminosen im mehrschnittigen FeldfutterbauKlee-/Luzernegras je 10 % Ertragsanteil Leguminosen 30Rotklee/Luzerne in Reinkultur360